Wahlpflichtfächer

Für die 6.-8. Klasse müssen je nach Schultyp insgesamt folgende WPF absolviert werden:

 

A - Klassen 4 Wochenstunden + 2 Wochenstunden AV Wahlpflichtfach
B und C - Klassen 6 Wochenstunden
(ME / BE kann ebenfalls vertiefend bei der Matura gewählt werden)
D - Klassen 4 Wochenstunden
(Diese können aus Polyästhetik oder aus anderen Fächern gewählt werden)

 

Die Wahl für die 6.-8. Klasse erfolgt Mitte der 5. Klasse nach einer Informationsveranstaltung.

WPF sind Pflichtfächer, die Benotung erfolgt genauso wie bei allen anderen Pflichtfächern.


Gruppe 1

Zusätzliches Unterrichtsfach

Das Fach wird nicht gleichzeitig auch als Pflichtfach unterrichtet

2-jährig (nicht maturabel), 3-jährig (maturabel)

  • Spanisch ( 3 | 3 | 2 )
  • Informatik ( 2 | 2 | 2 )

2-jährig

  • Musikerziehung
  • Bildnerische Erziehung

 

Gruppe 2

Vertiefendes Wahlpflichtfach

Das Fach wird gleichzeitig auch als Pflichtfach unterrichtet.

2-jährig oder 1-jährig
(nur bei 6 wählbaren Wochenstunden ist neben dem 2-jährigen auch ein Fach 1-jährig wählbar )

  • Religion
  • Ethik
  • Deutsch
  • Englisch
  • Latein
  • Französisch (ab der 7. Klasse)
  • Geschichte und politische Bildung
  • Geographie und Wirtschaftskunde
  • Mathematik
  • Biologie und Umweltkunde
  • Chemie (ab der 7. Klasse)
  • Physik
  • Psychologie und Philosophie (ab der 7. Klasse)
  • Musikerziehung
  • Instrumentalmusikerziehung / Ensemble
  • Bildnerische Erziehung / Mediendesign
  • Polyästhetik (nur D-Klassen)

 


 

Erläuterungen:

 

Wahlpflichtfächer sind Pflichtfächer mit eigenem Lehrplan,

  • deren Lehrinhalte sich erst aufbauend entwickeln (z.B. Sprachen der Gruppe 1 und Darstellende Geometrie)
  • die sich nach ein oder zwei pflichtigen Oberstufenjahren bis zur achten Klasse fortsetzen lassen (z.B. Informatik, ME, BE) oder
  • die eigenständig, aber in Vertiefung zu einem bereits bestehenden Fach besondere Gebiete daraus behandeln.

1. Erste Gruppe(aa)

1.1. Zur ersten Gruppe (a) zählen zusätzlich zu den angegebenenen Sprachen noch Russisch, Serbokroatisch, Slowenisch, Tschechisch und Ungarisch. Ausgenommen Spanisch und Italienisch sind derartige Kurse an unserer Schule noch nie zustande gekommen, da sich bisher zu wenige Schüler aus einem Jahrgang gemeldet haben, und überdies die Schule in diesen Fächern über keine eigene Lehrkraft verfügt (als schulübergreifendes Wahlpflichtfach an einer anderen Schule theoretisch möglich).

1.2. Französisch ist nur alternativ zum besuchten Pflichtgegenstand Latein, Musikerziehung ist nur alternativ zum besuchten Pflichtgegenstand Bildnerische Erziehung, Bildnerische Erziehung ist nur alternativ zum besuchten Pflichtgegenstand Musikerziehung wählbar (auch diese Kurse kamen bisher aus zu geringem Interesse nicht zustande; die Alternative zu ME bzw. BE gelten nur im naturwissenschaftlichen Zweig).

1.3. Das Wahlpflichtfach Darstellende Geometrie wird, da auch hier geringes Schülerinteresse besteht, nur als Sammelkurs in ca. zwei Schulen Wiens angeboten (nicht an unserer Schule).

1.4. Sprachen und Informatik sind von der sechsten Klasse an durchgehend bis zur achten Klasse mit je zwei Stunden (= 6 Stunden gesamt), Darstellende Geometrie, Musikerziehung, Bildnerische Erziehung in der siebenten und achten Klasse mit je zwei Stunden (= 4 Stunden gesamt) wählbar.

2. Zweite Gruppe (bb)

2.1. Die zweite Gruppe (bb) umfaßt die Wahlpflichtfächer zu jenen Plichtfächern (ausgenommen Leibesübungen), die auch in der jeweiligen Klasse des besuchten Schultyps unterrichtet werden.
Vertiefende Wahlpflichtgegenstände werden pro Schulstufe mit zwei Wochenstunden geführt. Sie sind zweistufig (erstrecken sich über zwei Jahre, "1. und 2. Lernjahr") mit jeweils zwei Wochenstunden bzw. sind bei der Wahl für die achte Klasse oder zur Erfüllung der Gesamtstundenzahl einstufig (mit zwei Wochenstunden).

2.2. Da bereits in der fünften Klasse die Wahl der Wahlpflichtfächer erfolgen soll, und im Fächerkanon die Gegenstände Chemie, Physik und Philosophischer Einführungsunterricht noch nicht vorkommen, mögen auch diese Fächer für die Wahl in Erwägung gezogen werden.

3. Gesamtstundenanzahl

3.1. ORg mit besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung (Musikerziehung oder Bildnerische Erziehung): insgesamt sechs Wochenstunden. Übliche Wahlmöglichkeiten: Entweder ein Fach der ersten Gruppe (= 6 Stunden) oder ein Fach (bb) zweistufig und ein Fach (bb) einstufig in der achten Klasse (= 6 Stunden).

4. Benotung

Wahlpflichtfächersind Pflichtfächer mit allen entsprechenden Auswirkungen, was die Beurteilung betrifft. (Man kann auch in einem Wahlpflichtfach durchfallen, bzw. zählt die Note für einen Ausgezeichneten Erfolg).

5. Reifeprüfung

5.1. Im Rahmen der Reifeprüfung muß eine "Schwerpunktprüfung" abgelegt werden. Diese kann schriftlich und mündlich in Form einer Fachbereichsarbeit1 oder nur mündlich fächerübergreifend2 bzw. vertiefend3 erfolgen.

5.2. Will ein Schüler bei der mündlichen Reifeprüfung vertiefend in einem Gegenstand antreten, kann er das zugehörige Wahlpflichtfach der Gruppe 2, schon in der sechsten und siebenten Klasse wählen. Wählt er das zugehörige Wahlpflichtfach nur in der achten Klasse, darf er ebenfalls in diesem Gegenstand vertiefend zur Reifeprüfung antreten.

5.3. Sprachen der ersten Gruppe (aa) zählen nicht zu den Prüfungsgebieten der schriftlichen und mündlichen Reifeprüfung.

5.4. Informatik, ME und BE als Fächer der Gruppe 1 können zur mündlichen Reifeprüfung gewählt werden; diese Prüfungen gelten nicht als "vertiefend".

5.5. Wenn im ORg mit besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung eine Sprache der Gruppe 1 (aa) oder das Wahlpflichtfach Informatik besucht wurde, muß im Schwerpunktzweig BE, das Fach Bildnerische Erziehung bzw. im Schwerpunktzweig ME, das Fach Musikerziehung zur mündlichen Reifeprüfung gewählt werden. (In diesen ORg-Zweigen gilt BE bzw. ME als vertiefend). Will man dennoch in einem anderen Gegenstand vertiefend maturieren, ist das entsprechende Fach der Gruppe (bb) als Wahlpflichtfach zu besuchen; dies gilt als "Überbuchung" (= Überschreitung der pflichtigen Stundensumme von 6) und zählt nicht zur geforderten Summe der Wahlpflichtfachstunden.


1 Die Fachbereichsarbeit ist eine schriftliche Arbeit, die vom Kandidaten im Laufe des ersten Semesters der achten Klasse eigenständig verfaßt wird, und über die im Rahmen der mündlichen Reifeprüfung eine Teilprüfung abgelegt werden muß.

2 Fächerübergreifend: Im Rahmen dieser mündlichen Prüfung werden zwei Pflichtgegenstände kombiniert. Voraussetzung ist die Zustimmung der Lehrkräfte der beiden gewählten Fächer, da die von den Schülern vorgeschlagenen Fächerkombinationen und Themen oft nicht sinnvoll sind.

3 Vertiefend: Das zugehörige Wahlpflichtfach muß mindestens ein Jahr lang besucht worden sein.